Das Badezimmer soll Entspannung bieten, aber auch funktional sein. Beide Ziele unter einen Hut zu bringen ist eine Planungsaufgabe — nicht eine Frage des Budgets.
Grundriss zuerst
Bevor Fliesen gewählt werden: Grundriss zeichnen. Wo stehen Wanne, Dusche, WC, Lavabo? Wo verlaufen Leitungen? Welche Wand ist die Installationswand? Diese Fragen klären, bevor ein Sanitär beauftragt wird.
Häufiger Fehler: Objekte werden bestellt, bevor die Leitungsführung geplant ist. Ergebnis: Die Dusche ist dort, wo der Abfluss nicht ist — teure Leitungsverlegung.
Wanne oder Dusche?
Beide: ideal, braucht Platz (mind. 8 m²). Nur Dusche: moderner, platzsparender, pflegeleichter. Nur Wanne: entspannend, aber unpraktisch für den Alltag als alleinige Lösung.
Kompromiss: Kombi-Wannen (für Duschen und Baden), aber oft weniger komfortabel als beides einzeln.
Beleuchtung im Bad
Drei Zonen: Allgemeinbeleuchtung (Decke), Spiegelbeleuchtung (seitlich, nicht nur oben — seitliches Licht wirft keine Schatten), Akzentbeleuchtung optional. Spiegelbeleuchtung ist der häufigste vergessene Punkt — ohne sie gibt es beim Schminken und Rasieren unschöne Schatten.
Barrierefreiheit einplanen
In Häusern in Bottmingen und der Region Basel werden neue Bäder heute oft bereits mit bodengleicher Dusche gebaut — auch wenn die Eigentümer jung sind. Das ist Weitsicht, da ein nachträglicher Umbau deutlich teurer kommt.
Lüftung
Pflicht im Bad ohne Fenster. Mit Fenster: trotzdem Lüfter empfehlenswert, damit nach dem Duschen die Feuchtigkeit schnell abgeführt wird. Hygrostat-gesteuerte Lüfter schalten bei Luftfeuchtigkeit über 65% ein.