Sonnenschutzfolien für Fenster sind eine günstige Alternative zu Storen oder Rollladen — aber sie haben Vor- und Nachteile, die man kennen sollte.
Wie funktioniert Sonnenschutzfolie?
Die Folie wird auf der Glasinnenseite aufgeklebt. Sie reflektiert einen Teil der Sonnenstrahlung, ohne das Glas zu ersetzen. Lichtdurchlässigkeit je nach Produkt: 15–70%.
Vorteile
- Günstig: CHF 20–60 pro m²
- Einfach aufzukleben (Heimwerker)
- Kein Aussenmontageaufwand
- Blendschutz und Hitzereduktion
- Privatsphäre (gespiegelte Varianten)
Nachteile
- Wirkung deutlich geringer als Aussenbeschattung (ca. 30–40% Wärmeschutz vs. 85% bei Aussen)
- Ästhetisch nicht ideal (Fenster wirkt dunkel oder verspiegelt)
- Bei manchen Glastypen nicht erlaubt (Isolierverglasung — Wärmestau kann Glasbruch verursachen)
- Wohnlichkeit sinkt durch verminderten Lichteinfall
Wann sinnvoll?
Als preiswerte Übergangslösung oder für Fenster mit geringer Sonneneinstrahlung. Nicht als Ersatz für professionellen Sonnenschutz an Süd- und Westfassaden.
In Mietwohnungen in Häusern in Bubendorf, wo das Anbringen von Aussenstoren nicht erlaubt ist, ist Sonnenschutzfolie eine häufig gewählte Lösung — unter Berücksichtigung der Glasverträglichkeit.
Glasverträglichkeit prüfen
Immer beim Hersteller oder Glaser prüfen: Kann diese Folie auf diesem Glas aufgebracht werden? Falsches Produkt auf Wärmeschutzglas = erhöhter Wärmestau = Glasbruchrisiko.