Eternit-Platten mit Asbest — sie sehen aus wie normaler Zement, aber falsch abgebrochen sind sie gefährlich. Was muss man wissen?
Asbest in Eternit — was heisst das?
Asbesthaltige Zementprodukte (vor 1990) enthalten Chrysotil-Asbest als Verstärkungsfaser. Intakt und unbearbeitet: kein Risiko — Fasern sind im Zement gebunden. Gefährdung: beim Brechen, Schleifen, Bohren werden Fasern freigesetzt und eingeatmet.
Wie erkenne ich Asbest-Eternit?
Visuell: nicht erkennbar. Alter (vor 1990): Verdacht. Labortests: Material-Probe an akkreditiertes Labor (CHF 50–150 pro Probe). Oder: zertifizierte Schadstoffprüfung vor Abbrucharbeiten.
Was tun mit intaktem Material?
Liegen lassen: kein Handlungsbedarf wenn die Platten intakt sind. Übermalen: mit geeignetem Anstrich versiegeln (Spezialgrundierung, dann Fassadenfarbe). Monitoring: regelmässig auf Risse und Abwitterung prüfen.
Abriss und Entsorgung
Immer durch zertifizierte Fachfirma. SUVA-Bewilligung nötig. Schutzausrüstung: Vollschutz, P3-Filter. Sonderentsorgung als asbesthaltige Abfälle. Kosten: CHF 50–150 pro m² für sachgerechte Entsorgung.
In Häusern in Lampenberg, wo Wellplatten-Carports aus den 70er Jahren stehen, hat eine einfache Laboranalyse ergeben, dass Asbest vorhanden war — der Carport wurde von einer Fachfirma fachgerecht abgebrochen, ohne Risiko für Familie und Nachbarn.