Trittschalldämmung ist eine der effektivsten Massnahmen für gute Nachbarschaftsbeziehungen in Mehrfamilienhäusern — und die günstigste Möglichkeit den Schallschutz zu verbessern.
Was ist Trittschall?
Trittschall entsteht durch Körperschall: Schritte, fallende Gegenstände, Stühle rücken. Dieser Körperschall überträgt sich durch die Decke in den darunter liegenden Raum. Anders als Luftschall (Gespräche) überträgt er sich direkt durch die Konstruktion.
Schwimmender Estrich
Die wirksamste Lösung: Estrich auf Trittschalldämmmatte — «schwimmend», ohne direkte Verbindung zur tragenden Decke. Trittschallpegel L'n,w: 50 dB wird auf 48–52 dB gesenkt. Bei Neubauten Standard. Nachrüsten: nur bei Kompletterneuerung des Estrichs.
Elastische Bodenbeläge
Teppich: beste Trittschalldämmung, leicht nachzurüsten. Vinyl auf Korkunterlage: guter Kompromiss. Parkett: je nach Unterlage 3–5 dB Verbesserung. Fliesen direkt: schlechteste Option für Trittschall.
Unterlagsmatten unter Möbeln
Filzgleiter, Gumminoppen, Antirutschmatten: reduzieren Körperschall von Stühlen und Möbeln. Günstigste Sofortmassnahme.
In Häusern in Zunzgen, wo Fliesen auf Rohbetondecke verlegt wurden, hat eine Kork-Trittschalldämmunterlage unter neuem Vinylboden die Situation von «unerträglich» auf «akzeptabel» verbessert — für CHF 8 pro m² Materialkosten.
Kosten
- Trittschalldämmunterlage: CHF 3–12 pro m²
- Estrich auf Trittschalldämmmatte: CHF 40–60 pro m² (Gesamtestrich)
- Teppich: CHF 15–60 pro m² je nach Qualität