Bodengleiche Duschen sind aus modernen Bädern nicht wegzudenken. Aber «bodenbündig» bedeutet nicht «schwierig» — es bedeutet vor allem: gut geplant.
Gefälle — das A und O
Wasser fliesst nicht bergauf. Der Duschwannenboden braucht ein Gefälle zum Ablauf von mind. 1.5%, besser 2%. Bei einem 120×90 cm Duschbereich: 2 cm Niveauunterschied zwischen Rand und Ablauf. Das klingt wenig, muss aber präzise ausgeführt sein.
Grossformatfliesen (60×60 cm oder grösser) und Gefälle kombinieren: schwierig, weil eine Platte nicht gebogen werden kann. Lösung: spezielle Gefälleestrich-Systeme oder Kreuzgefälle (von allen Seiten zur Mitte).
Ablauf wählen
Linearablauf (Wandseite): Ein Kanal — Gefälle nur in eine Richtung nötig, einfacher mit Grossformat. Mittelablauf: Gefälle von allen Seiten. Wandablauf unsichtbar: unter der Bodenverkleidung versteckt, sehr modern.
Abdichtung unter der Dusche
Pflicht: Verbundabdichtung (Dichtschlämme oder Dichtmatte) auf dem gesamten Duschbereich und 15 cm die Wand hinauf. Innenecken mit Dichtband sichern. Trocknung abwarten, bevor Fliesen verlegt werden.
Schwellenlos in angrenzende Räume
Wenn das Bad-Niveau und das angrenzende Zimmer gleich sind — kein Problem. Wenn der Estrich im Bad tiefer gelegt wurde für die Dusche: Übergang mit Metallprofil oder Terrassenholz.
In Häusern in Allschwil, wo offene Bäder mit bodengleichem Übergang zum Schlafzimmer gebaut werden, ist die Wasserdichte Planung besonders kritisch — jeder Fehler kostet.