Decken werden im Innenausbau oft stiefmütterlich behandelt — dabei beeinflusst die Decke die Raumwirkung fast so stark wie Boden und Wände zusammen.
Deckenhöhe und Raumwirkung
Niedrige Decken (unter 2.4 m) wirken gedrückt. Helle Deckenfarbe macht den Raum optisch höher. Hochglänzende Decken reflektieren Licht und lassen Räume grösser wirken — aber zeigen jede Unebenheit.
Hohe Decken (über 3 m) sind grosszügig, aber schwer zu heizen. Querbalken unterteilen optisch und schaffen Gemütlichkeit.
Abgehängte Decken
Abgehängte Decken aus Gipskarton ermöglichen:
- Einbaulichter integrieren
- Leitungen verbergen
- Schallschutz verbessern
- Raumhöhe anpassen
Nachteil: Raumhöhe geht verloren. Mindesthöhe für Wohnräume: 2.4 m (SIA). Wer von 2.70 m auf 2.50 m abzieht, verliert schon Wohnlichkeit.
Sichtbetondecken und Holzbalkendecken
In Altbauten mit Holzbalkendecken (z.B. in Häusern aus der Gründerzeit in Ziefen oder ähnlichen Orten) sieht man immer öfter, dass die Balken bewusst sichtbar gelassen werden — ein schönes, authentisches Gestaltungselement. Vorausgesetzt die Balken sind in gutem Zustand.
Deckengestaltung ohne grossen Aufwand
Decke streichen ist der einfachste Weg: weisser, heller Ton lässt den Raum luftig wirken. Verspachteln von Rissen und Übergangspunkten ist Pflicht vor dem Streichen. Wer Farbe an der Decke wagt — Dunkelblau oder Wald-Grün zum Beispiel — schafft einen starken Akzent, der Räume «einhüllt».
Deckenleuchten
Einbauspots: flexibel, modern, flach. Nachteil: viele Löcher in der Decke, komplexe Elektrik, Wärmeverlust über unsanierte Decken. Pendelleuchten: Fokus auf Tisch oder Bereich, sehr wirkungsvoll als Gestaltungselement.