In der Schweiz werden jährlich tausende Solaranlagen installiert — auf Dächern, Fassaden und Carports. Was müssen Hausbesitzer vor der Installation wissen?
Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?
Solarpanels erzeugen Gleichstrom aus Sonnenlicht. Ein Wechselrichter wandelt den Strom in Wechselstrom (230V) um, der direkt im Haus verwendet oder ins Netz eingespeist wird. Überschüssiger Strom kann in einem Batterie gespeichert oder verkauft werden.
Wann lohnt sich eine Solaranlage?
Wenn der Eigenverbrauchsanteil hoch ist, lohnt sich Solarstrom am meisten. Der erzeugte Strom kostet ~8–12 Rp./kWh in der Produktion — gekaufter Strom kostet 25–40 Rp./kWh. Wer viel Strom tagsüber verbraucht (Wärmepumpe, Elektroauto, Waschmaschine tagsüber), amortisiert die Anlage schneller.
Kosten und Förderung
Anlage 6 kWp (typisch für Einfamilienhaus): CHF 12'000–18'000. Mit Batterie: +CHF 6'000–12'000. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes reduziert die Kosten um 20–30%. Wartezeiten: bis zu 3–5 Jahre für die Abrechnung der EIV.
Brauche ich eine Baubewilligung?
Für gebäudeintegrierte und dachparallele Solaranlagen gilt in der Schweiz oft das vereinfachte Meldeverfahren — keine eigentliche Baubewilligung, aber eine Meldung bei der Gemeinde. In Schutzzonen und Ortsbildschutzbereichen gelten strengere Regeln. In Langenbrucks historischem Ortskern zum Beispiel ist eine farblich angepasste Anlage Bedingung für die Genehmigung.
Ausrichtung und Neigung
Optimale Ausrichtung: Süd, 30–35° Neigung. Aber auch Ost-West-Anlagen produzieren gut — gleichmässiger über den Tag, gut für Eigenverbrauch. Flachdachanlagen: Panels auf Gestell, beliebige Ausrichtung möglich.