Gartengestaltung und Aussenraumplanung werden oft an letzter Stelle angegangen — dabei ist der erste Eindruck eines Hauses der Garten. Was sollten Hausbesitzer beachten?
Hart- und Weichbeläge richtig planen
Der Garten besteht aus Hartbelägen (Terrasse, Wege, Zufahrt) und Weichbelägen (Rasen, Bepflanzung). Deren Verhältnis beeinflusst Regenwasserabfluss und Überhitzung.
In der Schweiz gibt es zunehmend kommunale Anforderungen an Versickerung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück. Zu viele versiegelte Flächen (Betonzufahrten, Kiesbetten mit Folie) sind in manchen Gemeinden nicht mehr bewilligungsfähig.
Wegmaterial für die Zufahrt
Betonpflaster: Günstig, langlebig, pflegeleicht. Optisch eher industriell. Versickerung möglich mit Rasenpflaster oder Abstandspflaster.
Natursteinpflaster: Hochwertig, langlebig, teuer. Granit- oder Quarzitpflaster ist in Hanglagen besonders rutschsicher.
Kies mit Trennschicht: Günstig, versickerungsfähig, aber Mulden entstehen bei Befahrung — braucht gelegentliche Nachfüllung.
Einfahrt und Carport
Wer ein Elektroauto hat oder plant, sollte beim Carport-Bau gleich eine Leerrohrleitung für die Wallbox einplanen — das kostet CHF 200 und spart später teure Erdarbeiten. In Zunzgen wurden kürzlich mehrere Quartier-Carports nachträglich mit Wallboxen ausgestattet — die Nachinstallation der Leerrohre im Beton kostete das Vierfache.
Gartenbeleuchtung
12V-Niedervoltbeleuchtung ist sicher, verbrauchsarm und einfach nachrüstbar. Solar-Wegbeleuchtung ist pflege- und kostenlos — aber in schattigen Lagen unzuverlässig. Fest installierte LED-Aussen-Spots mit IP65-Schutz sind die langfristig beste Lösung.