Eine Heizungssanierung ist eine der grössten Investitionen im Haus — und eine der wichtigsten. Wer das richtige System wählt, spart jahrzehntelang Kosten und CO₂.
Die wichtigsten Heizungssysteme im Vergleich
Öl-/Gasheizung: Wird immer seltener empfohlen. In der Schweiz gibt es zunehmend Verbote für fossile Heizungen ab einem bestimmten Alter oder Sanierungsanlass. Technisch noch günstig, langfristig teuer durch Energiepreise.
Wärmepumpe (Luft-Wasser): Aktuell die meistinstallierte Alternative. COP 3–4 (aus 1 kWh Strom werden 3–4 kWh Wärme). Kein Kamin nötig, aussenaufgestelltes Gerät, leise. Eignet sich für gedämmte Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf.
Pelletheizung: CO₂-neutral (biogenes CO₂), guter Ersatz für Öl. Braucht Lagerraum für Pellets (mind. 5 m³ pro 100 m² Wohnfläche). Jahresvorrat 4–6 Mal nachfüllen lassen.
Fernwärme: Wo vorhanden, oft die günstigste und einfachste Lösung. Kein eigenes Gerät, Wartung durch Netzbetreiber.
Wann wechseln?
Heizungen halten 20–25 Jahre. Wer einen Defekt hat und die Heizung 15 Jahre alt ist, sollte direkt auf eine neue Technologie wechseln statt reparieren.
Heizkörper vs. Fussbodenheizung
Wärmepumpen funktionieren am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen (unter 45°C). Fussbodenheizung ideal. Für Radiatoren: Hochtemperatur-Wärmepumpen oder Radiatoren überdimensionieren.
In älteren Häusern in Maisprach, die noch mit Heizkörpern ausgestattet sind, wird oft ein Pufferspeicher installiert, der die Wärmepumpe effizienter betreiben lässt.
Kosten
- Luft-Wasser-Wärmepumpe komplett: CHF 20'000–35'000
- Pelletheizung komplett: CHF 18'000–28'000
- Fernwärme-Anschluss: CHF 8'000–15'000