Die meisten Einbrüche dauern unter 3 Minuten. Wer den Einbruch länger als 3 Minuten erschwert, schreckt die meisten Täter ab — denn die meisten sind opportunistisch, nicht professionell.
Türen — die häufigste Schwachstelle
80% aller Einbrüche erfolgen durch die Haustür oder Terrassentür. Entscheidend: Mehrfachverriegelung, Pilzkopfzapfen an der Schlossseite und ein Sicherheitszylinder. Eine Tür der Klasse RC2 hält einem Hebelaufbruch 3 Minuten stand — das reicht für die meisten Fälle.
Schwachpunkt Türrahmen: Die beste Tür hilft nicht, wenn der Rahmen aus weichem Holz und mit einfachen Schrauben befestigt ist. Verstärkte Rahmenbeschläge sind Pflicht.
Fenster sichern
Einbruchschutz-Beschläge an Fenstern erhöhen den Widerstand erheblich. Pilzkopfzapfen, abschliessbare Griffe und Einbruchschutzfolien sind nachrüstbar. Bodentiefe Verglasungen und Terrassentüren sollten RC2-Verglasung haben (Verbundsicherheitsglas).
Beleuchtung und Bewegungsmelder
Einbrecher meiden Licht. Bewegungsmelder an Eingängen, Garagentor und Seite des Hauses sind günstig und wirksam. In Privatgärten in Bubendorf wurden durch einfache Bewegungsmelder-Aussenleuchten Einbruchsversuche dokumentiert abgeschreckt.
Alarmanlagen
Sichtbare Alarmanlage-Signalgeber wirken abschreckend. Eine Alarmanlage meldet Einbruch — verhindert ihn aber nicht allein. Wichtig: Aufschaltung auf Interventionsdienst oder Nachbar, damit jemand reagiert.
Was nichts bringt
- «Haus bewohnt wirken lassen» mit Zeitschaltuhren allein — Einbrecher beobachten Häuser vor dem Einbruch
- Billige Aufkleber ohne echte Anlage
- Schlüssel unter der Fussabtreter verstecken
Prüfsiegel
Das Prüfsiegel «Einbruchhemmung geprüft» nach EN 1627 und Empfehlungen der Polizeilichen Kriminalprävention sind verlässliche Orientierung beim Kauf von Türen und Fenstern.