Wer sein Bad energieeffizient gestalten will, hat heute viele Möglichkeiten — vom wassersparenden Duschkopf bis zum intelligenten Boiler.
Warmwasserbedarf senken
60% des Energieverbrauchs im Bad entfällt auf Warmwasser. Sparduschkopf (6 l/min) statt Standard (15 l/min): spart 60% Warmwasser. Kurze Duschen statt lange Bäder: eine Badewannenfüllung = 3–4 Duschen Warmwasser.
Wärmepumpen-Boiler
Heizt Wasser mit Umgebungsluft statt elektrischer Heizung. COP 3–4 (aus 1 kWh Strom: 3–4 kWh Wärme). Kostet CHF 2'000–4'000, spart CHF 300–600 jährlich. Ideal im Keller mit ausreichend Raumvolumen (mind. 15 m³).
Solarthermie
Solarkollektor auf dem Dach erwärmt Wasser für Duschen und Heizung. Deckt 50–70% des Jahresbedarfs. Gut kombinierbar mit konventionellem Boiler als Ergänzung.
Niedertemperatur-Einstellung
Boiler auf 55°C statt 65°C: spart 10–15% Energie. Einmal wöchentlich auf 65°C für 30 min: verhindert Legionellen. Thermostatmischer an Armaturen: verhindert Verbrühungen bei hoher Boilertemperatur.
In Häusern in Pfeffingen, wo energieeffiziente Bäder saniert wurden, hat die Kombination aus Sparduschköpfen und Wärmepumpen-Boiler die Warmwasserkosten um fast zwei Drittel gesenkt.
Lüftung im Bad
Feuchtigkeit nach dem Duschen abführen: Fenster kurz öffnen oder Lüfter laufen lassen. Feuchte Luft heizt sich schneller ab — wer die Wärme hält, spart Nachheizung.