Das Wort Asbest löst bei Hausbesitzern oft Panik aus. Sachlich betrachtet: Gebundener Asbest in intaktem Zustand ist nicht unmittelbar gefährlich. Aber sobald er bearbeitet, beschädigt oder entfernt wird, wird er zum ernsthaften Gesundheitsrisiko.
Wo findet man Asbest in Häusern?
In Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, kann Asbest in folgenden Materialien vorkommen:
- Fassadenplatten (Eternit)
- Dachplatten (Welleternitplatten)
- Bodenbeläge (Vinylplatten, oft mit grauem Klebeuntergrund)
- Brandschutzplatten in Treppenhäusern
- Heizungsummantelungen und Rohrisolierungen
- Nachtspeicheröfen (Isolierung innen)
Was tun bei Verdacht?
Nichts anfassen, nicht schleifen, nicht bohren, nicht abreissen. Probe entnehmen lassen (Fachfirma) und analysieren lassen. Kosten pro Analyse: CHF 50–150.
Sanierung
Intakter Asbest: oft Belassen und Einhausen (Abdecken) die günstigere Lösung. Beschädigter oder zu entfernender Asbest: Spezialisierte Abbruchfirma mit SUVA-Bewilligung ist gesetzlich Pflicht. In Häusern in Lampenberg, die aus der typischen Eternit-Ära stammen, kostet die Fassadensanierung je nach Schadstoffgehalt und Fläche CHF 80–200 pro m².
Meldepflicht
Asbesthaltige Materialien in der Menge über 0.2 t müssen der SUVA gemeldet werden. Kommunen haben oft eigene Meldepflichten.
Was ist mit Eternitdächern?
Wer ein altes Eternitdach hat und es sanieren will: Komplett abbauen (als Sonderabfall) und neu decken. Kosten für Eternitdach-Sanierung: CHF 250–400 pro m² Dachfläche.