Die Fassade ist das Gesicht eines Hauses — und wenn sie mit Algen, Moos oder Rissen kämpft, lohnt sich schnelles Handeln, bevor die Schäden tiefer gehen.
Algen und Moos auf der Fassade
Algenbefall (grünliche Verfärbungen) und Moos entstehen auf dauerhaft feuchten Fassadenoberflächen. Nordseiten und schattige Lagen sind besonders betroffen.
Sofortmassnahme: Fassadenreiniger mit biozider Wirkung (Algenvernichter) auftragen, einwirken lassen, dann waschen. Das tötet die Organismen ab, verhindert aber nicht den Rückfall.
Dauerlösung: Biozider Fassadenanstrich (algizid und fungizid ausgerüstet) nach der Reinigung. Hält 5–8 Jahre, danach erneut behandeln.
Risse in der Fassade
Haarrisse (unter 0.2 mm): abkleben und mit mineralischer Fassadenfarbe überstreichen. Strukturrisse (über 0.5 mm, mit Versatz): Ursache abklären (Setzung, Temperaturdehnung, Feuchte), erst dann sanieren. Mit flexibler Füllmasse füllen und überstreichen.
Abplatzender Putz
Lose Putzstellen klopfen (Klopfprobe: hohles Geräusch = Hohlstelle), abschlagen und neu verputzen. Nicht überstreichen — der Putz fällt sonst bald grossflächig ab.
Schäden an Sitzprofilkanten
Tropfkanten an Fensterbänken und Gesimsen schützen die Fassade vor Wasserrinnsalen. Wenn sie fehlen oder beschädigt sind, bilden sich dunkle Streifen — das ist kein ästhetisches Problem, sondern ein Feuchteproblem. In Häusern in Bennwil wurde dies lange ignoriert, bis der Putz dahinter abfiel.
Reinigung ohne Hochdruckreiniger
Hochdruckreiniger können Putz beschädigen und Wasser in Risse treiben. Besser: Weichbürste mit Reinigungslösung, oder professionelle Niederdruckreinigung.