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Parkett verlegen: Untergrund, Akklimatisierung, schwimmend vs. geklebt — alles was vor der Verlegung wichtig ist.
Parkett verlegen: Was vor der Verlegung wichtig ist

Parkettboden wirkt edel, ist warm und langlebig — aber die Verlegung stellt Anforderungen an Untergrund, Klima und Handwerk. Was müssen Hausbesitzer wissen?

Untergrundvorbereitung

Parkett braucht einen ebenen, festen, trockenen Untergrund. Toleranz: max. 2 mm auf 2 m Messlänge. Feuchtegehalt Estrich: max. 2% (Zementestrich), max. 0.5% (Anhydritestrich). Wer Parkett auf feuchtem Estrich verlegt, bekommt nach wenigen Monaten Quellen, Wölbungen und Fugen.

Akklimatisierung

Parkettdielen müssen mindestens 48 Stunden im Raum akklimatisieren, bevor sie verlegt werden. Der Holzfeuchtegehalt soll sich dem Raumklima annähern. Idealtemperatur: 18–22°C, Luftfeuchtigkeit 45–65%.

Schwimmend, geklebt oder genagelt?

Schwimmend verlegt: Platten klicken zusammen, kein Kleber. Schnell, reversibel, günstig. Nachteil: Hohlklingend, begrenzte Grösse, nicht für alle Holzarten geeignet.

Vollflächig verklebt: Jede Diele wird mit Parkettklebstoff befestigt. Ruhigere Fläche, besser für Fussbodenheizung, aufwendiger. Für Massivparkett Pflicht.

Genagelt: Klassische Verlegung auf Holzdielen. Heute selten, aber in Sanierungen historischer Häuser noch gebräuchlich.

Fugen und Holzauswahl

Alle Holzböden arbeiten mit Feuchtigkeitsschwankungen. Dehnungsfugen an Wänden sind Pflicht (mind. 10–15 mm). Exotisches Holz (z.B. Jatoba, Wenge) ist dimensionsstabiler als einheimisches Holz. Eiche ist die meistverwendete Art in der Schweiz — robust, schön, gut verfügbar.

In Häusern in Seltisberg, wo alte Dielenböden erhalten sind, zeigt sich: Qualitätsparkett aus der Jahrhundertwende hält länger als viele moderne Produkte.

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