Alte Fenster sind einer der grössten Wärmeverlustpunkte eines Gebäudes. Wann lohnt sich der Ersatz — und wann ist Abdichten günstiger?
Zeichen, dass Fenster ersetzt werden sollten
- Kondenswasser zwischen den Scheiben (Randverbund defekt)
- Zugluft spürbar, auch bei geschlossenem Fenster
- Beschläge schwergängig oder gebrochen
- Rahmen verrottend (Holzfenster ohne Pflege)
- Einfachverglasung — hier ist der Ersatz energetisch zwingend
Abdichten statt ersetzen — wann sinnvoll?
Wenn der Rahmen noch in gutem Zustand ist und die Verglasung modern (Zweifach ab Ug 1.1), kann eine neue Dichtung oft noch 5–10 Jahre bringen. Dichtungssets sind günstig, die Arbeit dauert wenige Stunden. Aber: Ist der Rahmen thermisch schlecht (Einfachrahmen, kaum gedämmt), hilft Abdichten wenig.
Welche Fenster kaufen?
In der Schweiz empfiehlt sich für Neubauten Dreifachverglasung (Ug ≤ 0.7 W/m²K) als Standard. Für Sanierungen ist hochwertige Zweifachverglasung (Ug ≤ 1.0) oft ausreichend und günstiger.
Rahmenmaterial:
- PVC: günstig, wartungsfrei, mittlere Optik
- Holz: natürlich, warm, aber pflegebedürftig
- Aluminium: modern, langlebig, teuer
- Holz-Alu: bester Kompromiss, innen Holz aussen Alu
Beste Zeit für den Fenstertausch
Frühling und Herbst sind ideal — moderate Temperaturen, kein Frost, Bauschaum härtet optimal aus. Viele Hausbesitzer in Oberwil (BL) und Umgebung lassen Fenster im September/Oktober tauschen, um vor dem Winter energetisch auf dem aktuellen Stand zu sein.
Kosten
Ein Standardfenster (120×120 cm) inklusive Montage kostet ab CHF 900–1'500. Qualitätsfenster mit Dreifachverglasung: CHF 1'500–2'500. Haustüren: ab CHF 3'000 bis über CHF 10'000 je nach Ausführung.