Flachdächer sind in der modernen Architektur allgegenwärtig — als Garagen-, Anbau- und Wohnhausdach. Sie sind kostengünstiger als geneigte Dächer, brauchen aber mehr Pflege und sind fehleranfälliger, wenn nicht sorgfältig ausgeführt.
Schichtaufbau eines Flachdachs
Von unten nach oben:
- Tragende Konstruktion (Beton, Holz)
- Dampfsperre (verhindert Kondensat in der Dämmung)
- Wärmedämmung (EPS, Mineralwolle oder PUR)
- Abdichtungsbahn (Bitumenbahn, EPDM-Folie oder Kunststoffbahn TPO/PVC)
- Schutzlage (Kies, Begrünung oder Betonplatten)
Warm- oder Umkehrdach?
Beim Warmdach liegt die Dämmung unter der Abdichtung — der Klassiker. Beim Umkehrdach liegt sie darüber (Extruder-Dämmung) — die Abdichtung ist durch die Dämmung vor Temperaturspannungen geschützt, was die Lebensdauer verlängert. Der Umkehraufbau ist moderner und auf Flachdächern mit Begehbarkeit oder Begrünung empfehlenswert.
Typische Schäden
- Verstopfte Dachabläufe — Wasser staut sich, Gewicht auf Konstruktion
- Blasenbildung in der Abdichtungsbahn — Feuchtigkeit unter der Bahn
- Risse an Dachanschlüssen (Wand, Attika, Kamin)
- Wurzeleinwuchs bei Begrünung ohne Wurzelschutzfolie
Pflege Flachdach
Dachabläufe zweimal jährlich reinigen. Dachabläufe in Lagen wie Diegten mit starkem Herbstlaubfall öfters kontrollieren — verstopfte Abläufe führen zu Überstau. Abdichtung alle 3–5 Jahre auf Risse prüfen lassen.
Lebensdauer
Bitumenbahn: 20–30 Jahre. EPDM-Folie: 30–50 Jahre. PVC/TPO: 25–40 Jahre. Nach der Lebensdauer: Kompletterneuerung, da Flicken irgendwann teurer ist als Neubau.