Fugen im Aussenbereich sind das schwächste Glied der Kette. Sie nehmen Bewegungen auf, dichten ab und schützen das Mauerwerk darunter. Veraltete Fugen bedeuten Wassereinbruch.
Pflasterfugen
Pflasterfugen zwischen Betonsteinen oder Natursteinplatten sollten engmaschig und fest sein. Offene Fugen lassen Wasser eindringen, das bei Frost Schäden verursacht.
Pflasterfugen sanieren: Alte, lockere Fugenmasse herausreissen (Fugenreiniger, Hochdruckreiniger). Neue Fugenmasse einbringen — heute oft polymervergüteter Fugensand (Kunstharz-Fugenmörtel), der nach dem Abbinden hart und unkrautresistent ist. Vorteil: Keine Unkrautkeimung, kein Auswaschen.
Terrassenplatten und Steinbeläge
Fugen zwischen Terrassenplatten, die hohl klingen (Platte sitzt locker): Entweder neu verkleben oder gesamte Fläche neu legen. Einzelne lockere Platten können mit Flexkleber gesetzt werden — aber der Untergrund muss geprüft sein.
Fassadenfugen
Fugen zwischen Verputzfeldern, an Leibungen und Anschlüssen müssen elastisch bleiben. Silikonfugen in Fassaden sind nach 10–15 Jahren spröde und müssen erneuert werden. Herausschneiden (Fugenschneider), Untergrund reinigen, neues dauerelastisches Silikon einziehen.
In Häusern in Dittingen, wo die Fassaden viele Anschlussfugen haben, lohnt sich die Fugensanierung im gleichen Zug wie der Fassadenanstrich — eine Mobilisation für zwei Arbeiten ist günstiger als zwei separate.
Kosten
- Pflasterfugen sanieren (100 m²): CHF 500–1'500 Material und Arbeit
- Silikonfuge Fassade (pro laufendem Meter): CHF 15–35