Sprossenfenster haben einen nostalgischen Charme und passen gut zu historischen Gebäuden. Aber nicht jede Sprosse ist gleich — der Unterschied zwischen echter und aufgeklebter Sprosse ist erheblich.
Echte Sprossen (Wienersprossen)
Echte Sprossen teilen das Glas in mehrere kleinere Scheiben — der Rahmen geht wirklich durch die Verglasung. Optisch authentisch, historisch korrekt. Nachteil: Mehr Rahmen = weniger Lichtdurchlass, schlechtere Dämmwerte, mehr Reinigungsaufwand.
Aufgesetzte Sprossen
Holz- oder Kunststoffleisten werden auf der Glas-Innenseite aufgeklebt — optisch täuschend ähnlich, aber das Glas dahinter ist ein Stück. Bessere Wärmedämmung als echte Sprossen, leichter zu reinigen.
Zwischen den Scheiben
Sprossen zwischen den Scheiben der Isolierverglasung: kein Reinigungsaufwand (versiegelt), moderner Look mit historischer Wirkung. Standard in vielen modernen Häusern mit historischer Fassade.
Wann sind Sprossen Pflicht?
In historischen Schutzzonen und Kernzonen. In Laufen zum Beispiel, das historische Bauten und Kernzonen hat, schreibt die Denkmalpflege für bestimmte Gebäude Sprossenfenster vor — Abweichungen brauchen spezielle Genehmigung.
Pflege
Echte Sprossen: jede Sprosse mit dem Pinsel lackieren — zeitaufwendig. Aufgesetzte Sprossen: einfach wie normales Fenster reinigen. Zwischen den Scheiben: pflegefrei, aber bei Kondensation nicht reparierbar (ganzes Glas tauschen).
Kosten
Aufpreis gegenüber normalem Fenster: CHF 100–300 pro Fenster für Sprossen, je nach Art und Ausführung.