Schottische, skandinavische oder mediterrane Architektur sind im Trend — aber was passt eigentlich zu einem Schweizer Haus? Die beste Gestaltung orientiert sich am Kontext.
Regionaler Baustil
In der Nordwestschweiz dominieren Flachdächer und klare Linien im modernen Neubau, während Bestandshäuser oft mit Walm- oder Satteldach gebaut wurden. Wer modernisiert, muss nicht «Swiss Style» reproduzieren — aber die Fassade sollte zum Quartier passen.
Drastische Stilbrüche — etwa ein Tunesier-Weiss-Putz in einem Reihenhausquartier der 70er — können den Liegenschaftswert mindern und zu Konflikten mit der Gemeinde führen.
Fassadenfarbe im Kontext
Viele Gemeinden haben Fassadenfarb-Vorgaben für Kernzonen. Aber auch in freien Zonen: Erdtöne, Grau und Naturweiss passen zeitlos. Kräftige Farben (Dunkelblau, Dunkelgrün) als Akzent an Fensterläden oder Türen können wirksam sein.
Fensterläden
Fensterläden sind in der Schweiz nicht nur dekorativ — sie bieten Schallschutz, Sonnenschutz und erhöhen die Einbruchssicherheit. In Häusern in Oltingen und ähnlichen Dörfern, wo der Dorfcharakter erhalten bleibt, sind Fensterläden fast schon ein Identitätsmerkmal.
Vordächer
Ein Vordach über dem Eingang schützt vor Regen, gibt dem Eingang Charakter und verhindert, dass Wasser direkt vor der Türe eindringt. Material: Glas, Metall oder Holz — je nach Hausstil.
Hauseingang aufwerten
Neue Haustür, Beleuchtung, Hausnummer und Briefkasten: Das ist die günstigste Massnahme mit dem grössten optischen Effekt. CHF 3'000–8'000 für alle vier Elemente — und der Eingang sieht aus wie neu.