Homeoffice ist für viele zur Dauerlösung geworden. Was braucht ein gutes Heimarbeitszimmer baulich und einrichtungstechnisch?
Trennung von Wohnen und Arbeiten
Psychologisch wichtig: eigener Raum wenn möglich. Wenn nicht: zumindest eigene Ecke mit klarer Grenze. Falttür, Raumteiler oder Regal als symbolische Trennung. «Bürotür schliessen» am Feierabend.
Ergonomie
Schreibtisch: 70–80 cm Höhe für Sitzarbeit, oder höhenverstellbar (70–120 cm). Stuhl: verstellbar in Höhe, Rückenlehne und Armlehnen. Monitor: Oberkante auf Augenhöhe oder leicht darunter. Tastatur: Unterarme waagrecht, Schultern entspannt.
Licht
Tageslicht von der Seite — nicht von hinten (Blendung) und nicht von vorne (Gegenlicht). Zusatz-Schreibtischlampe mit Tageslichttemperatur (4000–5000K) für Grautage. Kein Flackern (Qualitäts-LED).
Schall
Für Videokonferenzen: gute Akustik wichtig. Schallabsorber (Bilder auf Kork, Teppich, Vorhang). Headset mit Mikrofon unterdrückt Hintergrundrauschen zuverlässig.
In Häusern in Augst, wo das Dachgeschoss zum Homeoffice umgebaut wurde, war die Herausforderung die fehlende Klimatisierung im Sommer — ein elektrisches Dachfenster mit automatischer Nachtlüftung hat das Problem elegant gelöst.
Technik
- LAN-Kabel statt WLAN (stabilere Verbindung)
- Zweiter Monitor: Produktivitätssteigerung bis 30%
- USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung): schützt bei Stromausfall