Kamine und Öfen sind beliebt — für Gemütlichkeit, als Ergänzungsheizung oder als designerisches Statement. Was ist zu beachten, wenn man einen Kamin nachrüsten möchte?
Welche Arten von Kaminen gibt es?
Offener Kamin: Klassisch, schönes Flackern — aber sehr ineffizient (Wirkungsgrad 10–20%). Kaum noch eingebaut, eher saniert.
Cheminée-Ofen: Geschlossenes Feuersystem mit Glasscheibe, Wirkungsgrad 70–85%. In der Schweiz sehr verbreitet, heizt effektiv Wohnräume.
Pelletofen: Verbrennt automatisch Pellets, steuerbar per Zeitschaltuhr, Wirkungsgrad über 90%. Braucht Stromanschluss und Pelletvorrat.
Kaminofen (Holzofen): Einfach, günstig, keine Technik. Manuelles Nachlegen. Ideal als ergänzende Wärmequelle.
Rauchfang — das zentrale Thema
Kein Kamin ohne Rauchfang. Im Bestand braucht man entweder einen vorhandenen, geeigneten Kaminzug, oder einen neuen (Aussenkamin oder Edelstahlrohr innen). Genehmigung bei der Gemeinde einholen — und Kaminfeger konsultieren.
Kosten
- Cheminée-Ofen inkl. Aufstellung: CHF 4'000–12'000
- Pelletofen: CHF 5'000–15'000
- Neuer Edelstahlkamin innen (3 Stockwerke): CHF 3'000–8'000
Kaminschutz und Wartung
In Häusern in Niederrohrdorf und dem Reustal werden Kamine jährlich durch den offiziellen Kaminfeger geprüft und gekehrt — das ist in der Schweiz für Holzheizungen Pflicht und kostet CHF 80–200 pro Jahr.