Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an der Fassade verbessert nicht nur die Energie-Effizienz — es schützt auch das Mauerwerk vor Feuchtigkeit und verlängert die Lebensdauer der Fassade erheblich. Aber nicht jedes System ist für jedes Haus geeignet.
WDVS mit EPS-Dämmung
Expandiertes Polystyrol (EPS, «Styropor») ist das meistverwendete Dämmmaterial im WDVS. Günstig, gute Wärmedämmwerte, einfach zu verarbeiten. Nicht diffusionsoffen — bei Altbauten mit feuchtem Mauerwerk problematisch.
WDVS mit Mineralwolle
Mineralwolledämmstoffe (Stein- oder Glaswolle) sind diffusionsoffen — Feuchtigkeit kann durch die Dämmschicht diffundieren. Ideal für Altbauten. Brandklasse A (nicht brennbar) — auch wichtig bei mehrgeschossigen Gebäuden. Etwas teurer als EPS.
WDVS mit Holzfaser
Nachwachsender Rohstoff, CO₂-speichernd, guter Hitzeschutz im Sommer (Phasenverzögerung). Schwerer als EPS, etwas aufwendiger zu verarbeiten. Für ökologisch orientierte Bauherrschaft zunehmend gefragt.
Was passiert wenn WDVS falsch montiert wird?
- Dübel zu kurz: System löst sich bei Sturm
- Armierungsgewebe falsch eingekleidet: Risse in der Oberfläche
- Anschlüsse am Sockel undicht: Wasser hinter das System
- Keine Dehnungsfugen: Schäden nach einigen Jahren
In Gemeinden wie Kaiseraugst, wo viele WDVS-Sanierungen aus den 2000er Jahren jetzt in die erste grosse Kontrolle kommen, zeigen sich Qualitätsunterschiede sehr deutlich.
Lebensdauer und Wartung
Gut ausgeführtes WDVS: 30+ Jahre. Alle 10–15 Jahre Oberfläche reinigen und ggf. neu streichen. Schäden sofort reparieren — ein kleines Loch wird gross, wenn Wasser eindringt und im Winter gefriert.