Kanalisation sanieren klingt nach einem grossen Eingriff — aber moderne Methoden machen es ohne grosses Aufgraben möglich.
Wann muss die Kanalisation saniert werden?
- Rohrbruch oder Rohrversatz
- Wurzeleinbrüche (Bäume suchen sich den Weg ins feuchte Abwasserrohr)
- Risse, die Erdreich einsinken lassen
- Dauerhaft verstopfte Leitungen trotz Reinigung
Kamera-Befahrung
TV-Kamera wird ins Rohr eingeführt — zeigt Zustand punktgenau. Schäden werden dokumentiert und bewertet. Kosten: CHF 300–600. Basis für jede Sanierungsentscheidung.
Hochdruckreinigung
Ablagerungen, Fett, Wurzeln: Hochdruckspülung räumt auf ohne Öffnen. Kosten: CHF 200–500. Präventive Reinigung alle 2–3 Jahre verhindert grössere Schäden.
Inlining (Relining)
Schlauchliner wird ins defekte Rohr eingezogen und ausgehärtet: neues Rohr im alten Rohr. Kein Aufgraben nötig. Kosten: CHF 300–800 pro laufenden Meter. Lebensdauer des Liners: 50+ Jahre.
In Liegenschaften in Läufelfingen wurden Kanalisationsschäden durch Baumwurzeln mittels Inlining behoben — der Aufwand war ein Bruchteil einer Neuverlegung, da kein Aufgraben nötig war.
Offene Verlegung
Wenn Liner nicht möglich (zu schwerer Schaden, Formänderung): Aufgraben und neues Rohr verlegen. Kosten: CHF 500–1'500 pro laufenden Meter inkl. Baggerarbeiten. Für kurze Abschnitte oft das Günstigste.