Ein ungenutzter Keller ist verschwendeter Wohnraum. In der Schweiz, wo Quadratmeterpreise hoch sind, lohnt sich der Kellerausbau oft — wenn man es richtig angeht.
Was ist im Keller möglich?
Grundsätzlich lässt sich fast jeder Keller ausbauen: Hobbyraum, Heimkino, Gästezimmer, Homeoffice oder Fitnessraum. Die Voraussetzungen sind aber anspruchsvoll: Mindesthöhe 2.20 m lichte Raumhöhe, ausreichend Licht (Fenster oder Lichtschächte) und vor allem — trockene Wände.
Feuchtigkeit: das grösste Problem
Ein nasser Keller ist kein Wohnkeller. Vor jedem Ausbau muss die Ursache der Feuchtigkeit abgeklärt werden: Kondenswasser, kapillare Feuchte oder Grundwasser — die Lösung ist je nach Ursache komplett verschieden. Ein einfacher Anstrich hilft bei echtem Wasserdruck nicht.
In Lagen wie Gelterkinden, wo viele Liegenschaften in Hangbereichen stehen, kommt Hangwasser als zusätzliche Herausforderung dazu. Hier braucht es oft eine Entwässerungsschicht aussen oder eine Innenentwässerung.
Kosten Kellerausbau
Ein einfacher Hobbyraum mit Trockenbauwänden, Bodenbelag und Grundbeleuchtung kostet ab CHF 500–800 pro m². Ein vollwertiges Zimmer mit Bad kostet CHF 1'500–2'500 pro m² oder mehr. Hinzu kommen oft versteckte Kosten: Heizungsanschluss, Elektrik, Belüftung.
Brauche ich eine Baubewilligung?
Für einen Wohnraumausbau im Keller brauchen Sie in den meisten Kantonen eine Bewilligung, weil sich die Nutzfläche erhöht. Das gilt auch dann, wenn sich optisch nichts am Haus verändert. Im Kanton Basel-Landschaft gilt das BauG — fragen Sie vorher bei der Gemeinde nach.
Lohnt es sich?
Bei Eigennutzung fast immer, wenn Feuchtigkeit kein Thema ist. Bei Vermietung: ein Kellerapartment bringt CHF 800–1'500/Monat, die Investition amortisiert sich in 5–8 Jahren.