Baumaschinengeräusche, Strassenverkehr, Schienenverkehr — Lärm von aussen ist eine der grössten Beeinträchtigungen des Wohnkomforts. Was hilft wirklich?
Fenster — die grösste Schwachstelle
Schallschutzfenster mit Rw ≥ 45 dB reduzieren Strassenverkehrslärm erheblich. Dreifachglas und schwere Rahmen. Kosten: CHF 1'500–4'000 pro Fenster. Lüftungsöffnungen mit Schalldämpfer oder mechanische Lüftung — offene Fenster heben jeden Schallschutz auf.
Wände und Dach
Normales Mauerwerk (25 cm Backstein): Rw ca. 45–50 dB. Ausreichend für normalen Strassenverkehr. Für laute Bahnstrecken: zweischalige Konstruktionen oder Zusatzdämmung mit Schallschutzplatten.
Lärmschutzwand oder -wall
Für Eigentümer neben Bahnlinien oder Autobahnen: Anfrage bei ASTRA (Nationalstrassen) oder SBB ob Lärmschutzwand geplant ist. Das sind staatliche Pflichten wenn Grenzwerte überschritten sind.
Erdwall
Auf eigenem Grundstück: Erdwall mit Bepflanzung. Günstiger als Betonmauer, ökologischer. Schallreduktion: 10–15 dB bei 3 m Höhe.
In Häusern in Dottikon, wo Durchgangsstrassen für erheblichen Lärm sorgen, hat ein Kombinationspaket aus Schallschutzfenstern und Schlafzimmern auf der ruhigen Hausseite das Problem gelöst — ohne teure Baumassnahmen.
Innenausbau
Vorhänge, Teppiche, Polstermöbel — absorbieren Schall innen und reduzieren das subjektive Lärmempfinden. Nicht die Ursache, aber lindern die Wirkung.