Heizöl war jahrzehntelang der Standard. Heute sind die Weichen klar gestellt: fossile Heizungen werden in der Schweiz schrittweise ausrangiert. Was bedeutet das für Ölheizungsbesitzer?
Wie lange noch Öl?
Die Schweiz hat kein nationales Verbot für Ölheizungen — aber die Kantone setzen es schrittweise um. Im Kanton Basel-Landschaft gilt: Defekte Ölheizungen dürfen grundsätzlich nicht mehr durch eine gleichwertige Ölheizung ersetzt werden, wenn ein erneuerbares System möglich ist. Die genauen Bedingungen sind im kantonalen Energiegesetz geregelt.
Welcher Ersatz?
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: Meistgewählte Lösung, kein Kamin nötig, gut kombinierbar mit PV
- Erdwärme (Sole-Wasser-Wärmepumpe): Effizienter als Luft-Wasser, braucht Erdsonden (Bohrung CHF 10'000–20'000)
- Pelletheizung: CO₂-neutral, braucht Lagerraum
- Fernwärme: Wo vorhanden, oft die einfachste Lösung
Wann wechseln?
Ideal: bevor die Ölheizung ausfällt. Im Notfall ist die Auswahl begrenzt und die Zeit zum Vergleichen fehlt. Planung 1–2 Jahre im Voraus gibt Zeit für Offertvergleiche und Fördergelder-Beantragung.
Was mit dem Öltank?
Alter Öltank muss fachgerecht entleert und entsorgt werden. Kosten: CHF 1'500–4'000. Bei unterirdischen Tanks höher (CHF 3'000–8'000). Kanton und Gemeinde können über geförderte Entsorgungsprogramme informieren.
In Häusern in Lauwil, wo die Versorgungsstruktur ländlich ist, ist die Wärmepumpe die häufigste Wahl — sie braucht keine Brennstofflieferung und läuft autark.