Ein abgenutzter Parkettboden muss nicht gleich ersetzt werden. Abschleifen und neu versiegeln kann einen alten Boden komplett erneuern — zu einem Bruchteil der Kosten eines Neuverlege.
Wann lohnt sich Abschleifen?
- Kratzer, die tiefer als 0.3 mm ins Holz gehen
- Flecken, die sich nicht entfernen lassen
- Grauer, matter Belag trotz Reinigung
- Einzelne Dielen sind unterschiedlich verfärbt
Was sich nicht durch Schleifen beheben lässt: feuchtebedingte Wölbungen, Quellen mit Fugenöffnung und strukturelle Schäden. Hier muss ein Fachmann schauen.
Wie oft kann Parkett abgeschliffen werden?
Massivparkett (typisch 22 mm stark) kann 4–6 Mal abgeschliffen werden, je nach Nutzschichtdicke. Mehrschichtparkett nur 2–3 Mal, weil die Deckschicht dünner ist (2.5–4 mm). Dreischichtparkett mit 2 mm Deckschicht nur 1 Mal.
Kosten
CHF 25–50 pro m² für das Abschleifen, plus Versiegelung. Ein Einfamilienhaus mit 120 m² Parkett: CHF 3'000–6'000 inkl. Öl oder Lack. Günstig im Vergleich zu neuem Parkett (CHF 100–200 pro m² inkl. Verlegung).
Öl oder Lack?
Lack versiegelt die Oberfläche vollständig — einfach zu reinigen, weniger wartungsintensiv. Öl dringt ins Holz ein, schützt von innen — natürlicher Look, aber braucht alle 2–3 Jahre Nachölen. In Reihenhäusern in Münchenstein schätzen Eigentümer Öl wegen der Optik, während Vermieter oft Lack wählen, weil er robuster ist.
Selbst schleifen?
Schleifmaschinen sind mietbar — aber Abschleifen ist fehleranfällig. Eine zu tiefe Spur oder ungleichmässiger Schliff zeigt sich danach deutlich. Für Räume über 30 m²: Profi beauftragen. Für kleine Flächen und ruhiger Hand: Eigenleistung möglich.