In der Schweiz sind Storen (Jalousien/Raffstoren) weiter verbreitet als Rollladen. In Deutschland ist es umgekehrt. Beide haben ihre Berechtigung — welches System besser passt, hängt vom Haus, der Lage und den Bedürfnissen ab.
Rollladen
Rollladen bieten vollständige Verdunkelung und zusätzliche Wärmedämmung bei geschlossenem Zustand. Sie sind robust und wartungsarm. Ideal für Schlafzimmer, Kinder- und Gästezimmer.
Nachteil: Entweder ganz offen oder ganz geschlossen — keine Regulierung des Lichts. Ausserdem sind Rollladen schwer zu integrieren, wenn beim Bau kein Rollladen-Kasten vorgesehen wurde. Nachrüsten ist teuer.
Storen (Raffstoren/Jalousie)
Storen lassen sich in Lamellenstellung regeln: Licht kommt rein, aber kein direkter Sonnenschein. Das ist ideal für Arbeitszimmer und Wohnräume, wo man Licht will, aber keine Blendung. Ausserdem bieten sie guten Sonnenschutz, ohne vollständig zu verdunkeln.
Storen brauchen etwas mehr Pflege (Lamellen reinigen) und sind bei starkem Wind empfindlicher als Rollladen. In exponierten Lagen — etwa in Hügeldörfern wie Rothenfluh — empfiehlt sich ein Windsensor, der die Storen automatisch einfährt.
Elektrisch oder manuell?
Elektrischer Antrieb ist bequem und lässt sich mit Smart-Home-Systemen verbinden (Automatik bei Sonne, Wind, Zeit). Manuell ist günstiger und wartungsärmer. Für mehr als 3 Fenster lohnt sich elektrischer Antrieb fast immer.
Kosten
- Manuelle Storen pro Fenster: CHF 300–600
- Elektrische Storen pro Fenster: CHF 500–1'000
- Rollladen (Nachrüstung aussen): CHF 600–1'200
- Rollladen mit Kasten (Neubau): im Rahmenprojekt kalkulieren