Was wie eine Standardrenovation beginnt, endet manchmal mit der Entdeckung von Schadstoffen. Was sind die häufigsten und wie geht man damit um?
Asbest
In Gebäuden vor 1990. Typische Stellen: Fassadenplatten (Eternit), Bodenbeläge (vinyl-haltige Platten mit grauem Kleber), Nachtspeicheröfen, Heizungsrohrisolierungen. Intakt: liegen lassen. Bei Arbeiten: Fachfirma mit SUVA-Bewilligung.
PCB (polychlorierte Biphenyle)
In elastischen Fugenmassen und Anstrichen bis ca. 1975. Erkennbar: dunkelgrau-braune, gummiartige Fugen in Fassaden und Innenbereichen. PCB-haltige Materialien sind Sonderabfall.
Blei
In alten Farbanstrichen (vor 1960), Bleiwasserleitungen (sehr alt), Bleiloten in Verbindungen. Bleileitungen müssen bei Sanierungen ausgetauscht werden — Blei löst sich im Trinkwasser.
Mineralische Chemiefasern (KMF)
Alte Mineralwolle vor 1996 kann krebsverdächtige Fasern enthalten. Beim Abbruch: Staubschutz, Atemschutz P3, danach entsorgen als Sonderabfall.
In Häusern in Diegten aus den 60er–70er Jahren wurden bei Sanierungen regelmässig PCB-haltige Fugen entdeckt. Wer weiss was er sucht, findet es früh und kann kosten günstig planen.
Schadstoffgutachten
Vor grossen Abbrucharbeiten empfiehlt sich ein Schadstoffgutachten (CHF 500–2'000). Es zeigt, womit man rechnen muss — und schützt vor bösen Überraschungen auf der Rechnung des Entsorgungsunternehmens.