Schimmel ist mehr als ein ästhetisches Problem — er ist ein Gesundheitsrisiko und ein Hinweis auf ein bauliches Problem. Einfach überstreichen ist die falsche Lösung.
Warum entsteht Schimmel?
Schimmel braucht Feuchtigkeit. Die Frage ist, wo die Feuchtigkeit herkommt. Es gibt drei häufige Ursachen:
- Kondensation: Warme, feuchte Raumluft trifft auf kalte Wandflächen. Typisch in Ecken, hinter Möbeln, in schlecht belüfteten Räumen.
- Baufeuchte: Nach Renovierungen oder Neubauten. Verdunstet nach einigen Monaten, wenn richtig gelüftet wird.
- Eindringende Feuchtigkeit: Von aussen — durch defekte Fassade, undichtes Dach oder aufsteigende Bodenfeuchte.
Was tun gegen Schimmel?
Zuerst die Ursache beheben — dann sanieren. Wer nur die Symptome behandelt, hat in einem Jahr dasselbe Problem wieder.
Bei Kondenswasser: Lüftungsverhalten überprüfen. Stossweise lüften (3-mal täglich 5 Minuten Stosslüftung) ist effektiver als Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen. Bei unzureichendem Lüftungsergebnis kommt eine kontrollierte Wohnraumlüftung in Frage.
In älteren Häusern im Raum Pratteln und ähnlichen Lagen mit dichtem Altbaubestand sind oft schlecht gedämmte Aussenwände das Problem: Die Innenwandoberfläche ist zu kalt, Kondensation entsteht. Hier hilft Innendämmung oder eine neue Fassade.
Schimmel entfernen
Kleiner Schimmelbefall (unter 0.5 m²): mit verdünntem Alkohol (70%) oder speziellem Anti-Schimmel-Mittel behandeln, trocknen lassen, mit atmungsaktiver Farbe streichen. Grosser Befall: Fachmann beauftragen, da Sporen gesundheitsgefährdend sind.
Was nicht tun
- Nicht einfach überstreichen ohne Ursachenbeseitigung
- Nicht mit Kochsalzlösung behandeln (zieht Feuchtigkeit an)
- Nicht Möbel direkt an Aussenwände stellen