Farbe verändert einen Raum stärker als jedes andere Gestaltungsmittel. Die falsche Farbe macht einen grossen Raum klein, einen hellen Raum düster oder einen ruhigen Raum unruhig. Hier das Wichtigste kompakt.
Wohnzimmer
Warme Erdtöne — Beige, Terrakotta, Sandfarben — schaffen Gemütlichkeit. Helle Grautöne wirken modern und zeitlos. Kräftige Farben wie Dunkelblau oder Petrol als Akzentwand sind beliebt, sollten aber nur eine Wand betonen, nicht alle vier.
Schlafzimmer
Ruhige, entsättigte Farben fördern den Schlaf. Hellblau, Mintgrün, Lavendel und gedeckte Grautöne funktionieren gut. Warmes Weiss (leicht gelblicher Stich) wirkt angenehmer als kühles Reinweiss.
Kinderzimmer
Hier darf es bunt sein — aber nicht übermässig stimulierend. Kräftige Pastelltöne sind eine gute Wahl. Wichtig: Kindersichere Farben ohne Lösungsmittel, besonders in Räumen, die wenig belüftet werden.
Küche und Esszimmer
Frische Töne: Weiss, Hellgelb, Salbeigrün. Diese Farben wirken appetitanregend und lassen sich leicht reinigen. Dunkle Töne können in der Küche schön sein, brauchen aber gute Beleuchtung.
Bad
Helle Farben vergrössern optisch. Weiss, Hellgrau oder sanftes Hellblau sind Klassiker. In Bädern ohne Fenster — wie es in vielen älteren Häusern im Raum Münchenstein und Umgebung vorkommt — sind helle, matte Farben besonders wichtig, um das Licht zu reflektieren.
Praxis-Tipps
- Immer zuerst Farbmuster auftragen und bei verschiedenen Lichtverhältnissen beurteilen (Tageslicht, Abendlicht, Kunstlicht)
- Farbtöne auf der Karte sehen immer anders aus als an der Wand
- Deckenmasse: Helle Decke lässt den Raum höher wirken
- Hochglanz vs. Matt: Matt kaschiert Unebenheiten, Hochglanz reflektiert Licht