Sonnenschutz ist im Schweizer Sommer keine Luxusfrage mehr — überhitzte Räume durch ungenügend beschattete Fassaden sind ein wachsendes Problem.
Warum ist Aussenbeschattung besser als Innenschutz?
Eine Jalousie innen verhindert das Sehen der Sonne — aber die Sonnenstrahlen sind bereits durch das Glas eingedrungen und haben sich in Wärme umgewandelt. Die Wärme bleibt im Raum.
Aussenbeschattung (Storen, Markise, Rafflamellen) hält die Sonne ab, bevor sie das Glas erreicht. Das ist um ein Vielfaches effektiver: g-Wert-Reduktion von 0.6 auf 0.1 möglich — das bedeutet 80% weniger Sonnenwärmeeintrag.
Welche Sonnenschutzmassnahme für welche Situation?
- Südwest-Fassade: Storen oder Rafflamellen — anpassbar, regeln Licht und Wärme
- Ostfassade: Markisen über Terrasse, Storen für Fenster
- Dachflächenfenster: Unbedingt Aussenbeschattung — Wärmeeintrag hier besonders hoch
- Wintergarten: Überdachungsmarkise oder integriertes Beschattungssystem — ohne Beschattung im Sommer unbenutzbar
Pflegetipps für Storen
Lamellen 1–2 Mal jährlich mit lauwarmem Wasser und Fettlöser reinigen. Automatik-Windsensor regelmässig testen. Endanschläge bei elektrischen Systemen jährlich kontrollieren. In windexponierten Lagen — wie auf den Anhöhen bei Tecknau — ist ein Windsensor Pflicht, da ausgekippte Storen in Sturmsituationen beschädigt werden.
Solar-Storen
Storen mit integriertem Solarpanel auf dem Kasten sind eine interessante Option für Nachrüstungen ohne Stromanschluss. Das Panel lädt einen kleinen Akku, der den Motor betreibt. Leistung meist ausreichend für normalen Betrieb.