Tapezieren gehört zum Handwerk, das viele unterschätzen. Mit der richtigen Technik entsteht ein sauberes, professionelles Ergebnis.
Vorbereitung ist alles
Wände müssen sauber, trocken und eben sein. Alte Tapete vollständig entfernen (nicht überkleben — Gewicht und Spannungen). Tiefengrund oder Tapeziergrund auftragen: verhindert ungleichmässiges Saugen des Kleisters.
Klister anrühren
Je nach Tapete verschiedener Kleister: normale Vliestapete = Normalkleister. Schwere Raufasertapete = verstärkter Kleister. Anrühren: Pulver ins kalte Wasser einrühren, nicht umgekehrt. Klumpen zerdrücken. 15–30 Minuten quellen lassen.
Vliestapete — einfachste Methode
Kleister auf die Wand auftragen (nicht auf die Tapete). Tapete trocken anhalten und ansetzen. Abschneiden mit scharfem Cutter auf Metalllineal. Blasen mit Tapezierbürste von der Mitte nach aussen streichen.
Rapportmuster
Gemusterte Tapeten brauchen Rapport — Muster muss auf benachbarten Bahnen übereinstimmen. Mehr Verschnitt einplanen (15–25%). Stets von der auffälligsten Wand beginnen.
In Wohnzimmern in Häusern in Tenniken, wo Mustertapeten als Akzentwand eingesetzt wurden, war die Vorbereitung (Grundierung) entscheidend — auf schlecht vorbereiteter Wand lösen sich Bahnen nach Wochen.
Was Anfänger falsch machen
- Zu wenig Kleister (Tapete löst sich)
- Bahnen nicht senkrecht ausrichten (Lot verwenden!)
- Fenster zu früh öffnen (Zugluft trocknet Kleister zu schnell aus)