Ein Hausumbau während des Bewohnens ist anspruchsvoll — für alle Beteiligten. Mit der richtigen Strategie ist es machbar.
Was ist der grösste Stressfaktor?
Lärm, Staub, fehlender Zugang zu Räumen und sanitären Einrichtungen. Wer das wirklich auf sich nehmen kann, braucht realistische Erwartungen: Es wird dreckig, laut und chaotisch. Manchmal länger als geplant.
Strategie: Zonenweise vorgehen
Nie das ganze Haus gleichzeitig bauen. Immer eine funktionierende «Rückzugszone» erhalten. Reihenfolge: Beginn mit Räumen, die am wenigsten genutzt werden. Küche und Bad zuletzt.
Provisorische Küche
Wenn die Küche umgebaut wird: provisorische Küchenzeile in einem anderen Raum (Campingkocher, Spülbecken, Kühlschrank). Das kostet CHF 200–500 — und verhindert 4 Wochen Auswärtsessen für CHF 3'000.
Badezimmer koordinieren
Zweites WC/Bad im Haus: das erste umbauen. Kein zweites Bad: intensive Planung nötig. Handwerker können manchmal WC-Funktion für 24 Stunden erhalten — Abwasseranschlüsse als letztes abtrennen, als erstes wieder anschliessen.
In Häusern in Bubendorf, wo viele Familien mit Kindern sanieren, ist der Badumbau der grösste organisatorische Aufwand — oft arrangiert man sich mit Nachbarn oder Verwandten für diese Phase.
Baustaub
Staubschutzwände (Noppenfolie, abgeklebt) vor allen Öffnungen. Ohne Schutz verteilt sich Baustaub in der ganzen Wohnung und setzt sich überall fest.