Wandheizsysteme (Strahlungsheizung an der Wand statt am Boden) sind eine interessante Alternative zur Fussbodenheizung — besonders in Räumen, wo eine Fussbodenheizung schwierig zu realisieren ist.
Wie funktioniert Wandheizung?
Heizrohre werden hinter der Wand (im Putz oder Trockenbauwand) verlegt. Die Wand gibt Wärme als Strahlung ab — ähnlich wie die Sonne. Das Prinzip ist angenehmer als Konvektionswärme (Heizkörper), weil keine Staubzirkulation entsteht.
Vorteile
- Niedrige Vorlauftemperatur (35–45°C) — ideal für Wärmepumpen
- Gleichmässige Wärme, angenehmes Raumklima
- Kein Heizkörper sichtbar — Wand bleibt frei
- Nachrüstbar in Trockenbaukonstruktionen
Nachteile
- Wandfläche darf nicht vollständig mit Möbeln blockiert werden
- Träger als Fussbodenheizung im Aufheizen
- Teurer in der Installation als klassische Heizkörper
Wann sinnvoll?
In Räumen mit sensiblen Böden (Holzstäbchen-Parkett, Natursteinbelag, der keine Fussbodenheizung verträgt). Oder in Nachrüstungen, wo der Estrichabriss zu teuer ist, aber ein Trockenbauausbau geplant wird.
In Häusern in Aesch BL, wo historische Parkett-Böden erhalten bleiben sollen, ist die Wandheizung hinter einer neuen Trockenbauverkleidung eine elegante Lösung ohne Bodeneingriff.
Kosten
- Wandheizung pro m²: CHF 60–120 (Material)
- Installation: CHF 80–150 pro m²