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WDVS Wärmedämmverbundsystem: Aufbau, EPS vs. Mineralwolle, Sockelzone und häufige Ausführungsfehler.
WDVS: Aufbau, Materialwahl und häufige Fehler

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) werden oft pauschalisiert — «einfach Styropor draufkleben». In der Realität ist die fachgerechte Ausführung entscheidend für Haltbarkeit und Wirkung.

Aufbau WDVS

  1. Untergrundvorbereitung (Putz fest, sauber, ohne Risse)
  2. Klebemörtel auf Dämmplatte aufgetragen (Punkt-Wulst-Methode)
  3. Dämmplatte ankleben, nach Aushärtung zusätzlich verdübeln
  4. Armierungsputz mit Gewebematte eingebettet
  5. Grundierung
  6. Deckputz

Material EPS vs. Mineralwolle

EPS (Expandiertes Polystyrol): günstig, leicht, feuchteempfindlich, gute Dämmwerte. Mineralwolle: teurer, schwerer, nicht brennbar (A1), diffusionsoffen. Bei Bauten mit erhöhten Brandschutzanforderungen ist Mineralwolle Pflicht.

Sockelzone

Der Sockelbereich (unterste 30 cm über Terrain) ist am stärksten beansprucht: Spritzwasser, mechanische Einwirkung, Feuchtigkeit. Hier: XPS (extrudiertes Styropor) als Dämmmaterial, da feuchtigkeitsresistenter.

Knackpunkte bei der Ausführung

  • Leibungen abdichten (Anschluss Fensterrahmen)
  • Dilatationsfugen bei Übergängen (verhindert Risse)
  • Gewebematte an Ecken (verstärkter Schutz)
  • Keine nasse Deckputz-Verarbeitung unter 5°C

In Häusern in Diepflingen, wo WDVS ohne Sockelschutz ausgeführt wurde, sieht man nach 10 Jahren bereits Abplatzungen im Erdbereich — die Sparung am falschen Ort kostet doppelt.

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