Der Aussenputz schützt die Fassade vor Feuchtigkeit, Wind und UV-Strahlung. Die Wahl des richtigen Putzsystems beeinflusst Haltbarkeit und Optik entscheidend.
Mineralputz
Zement- oder Kalkputz — die klassische Schweizer Lösung für Altbauten. Atmungsaktiv, unempfindlich gegenüber mechanischen Einwirkungen, aber weniger flexibel (Rissanfälligkeit bei Setzungen). Wird vor Ort angemischt oder als Sackware verarbeitet.
Haltbarkeit: 15–30 Jahre, abhängig von Beanspruchung. Muss gestrichen werden.
Silikonharzputz
Fertigputz aus der Wanne. Wasserabweisend (Lotus-Effekt), schmutzabweisend, sehr witterungsbeständig. In Körnungen von 1 bis 4 mm erhältlich — bestimmt die Oberflächentextur. Wird auf Armierungsschicht (beim WDVS) oder direkt auf Putzträger aufgebracht.
Haltbarkeit: 20–30 Jahre ohne Anstrich.
Kratzputz / Buntsteinputz
Kratzputz hat eine charakteristische, etwas rauere Textur durch Abkratzen des frischen Putzes. Buntsteinputz (Natursteingranulat) ist ein Spezialputz mit steinähnlicher Optik, sehr widerstandsfähig und oft für Sockel gewählt.
Was kostet Aussenputz?
- Mineralputz: CHF 30–55 pro m² (inkl. Unterputz und Anstrich)
- Silikonharzputz auf WDVS: CHF 40–70 pro m² (Deckputz allein)
- Buntsteinputz: CHF 50–80 pro m²
Praxistipp
In schattigen Nordlagen — wie etwa die Nordfassaden von Häusern in Böckten — bildet sich besonders schnell Algen- und Moosbefall. Hier lohnt sich ein biozid ausgerüsteter Silikonharzputz, der diesen Bewuchs aktiv hemmt. Er kostet 10–15% mehr, vermeidet aber teure Reinigungen alle 3–4 Jahre.