Solarwärme (Solarthermie) und Photovoltaik (Stromerzeugung) werden oft verwechselt. Sie sind aber grundverschieden — und haben unterschiedliche Stärken.
Solarthermie — Wärme aus der Sonne
Flachkollektoren oder Vakuumröhren auf dem Dach erwärmen Wasser. Das warme Wasser wird gespeichert und für Warmwasser oder Heizung genutzt. Wirkungsgrad: 60–80% — deutlich effizienter als Photovoltaik.
Ideal für: Warmwasserbereitung (kann 50–70% des Jahresbedarfs decken), Schwimmbadheizung, Heizungsunterstützung.
Photovoltaik — Strom aus der Sonne
Solarpanels erzeugen Strom, der direkt genutzt oder ins Netz eingespeist wird. Der Strom kann für alles verwendet werden — Heizung, Wärmepumpe, Elektroauto, Haushalt.
Was ist besser?
Das ist die falsche Frage — es kommt auf den Bedarf an. Wer hauptsächlich Warmwasser solar decken will: Solarthermie ist effizienter. Wer Strom für viele Zwecke will: Photovoltaik ist flexibler. Wer beides hat: optimale Kombination, aber auch höhere Kosten.
In der Praxis hat sich in Häusern in Giebenach und der Region gezeigt, dass Photovoltaik mit Wärmepumpe die Solarthermie oft verdrängt — einfacher im Unterhalt, flexibler in der Nutzung.
Kosten
- Solarthermieanlage (6 m²): CHF 8'000–15'000
- Photovoltaik (6 kWp): CHF 12'000–18'000
- Kombination: CHF 20'000–30'000
Förderung
Photovoltaik: Einmalvergütung (EIV) bis 30% der Investitionskosten. Solarthermie: Einzelne Kantone und Gemeinden fördern — weniger systematisch als PV.